Das Controlling Studium

  1. Der Beruf des Controllers
  2. Was macht diesen Beruf so interessant?
  3. Welche Anbieter gibt es?
  4. Voraussetzungen
  5. Ablauf der Ausbildung/Weiterbildung
    1. Inhalt
    2. Dauer und Kosten
    3. Abschluss
    4. Weiterbildungsmöglichkeiten der IHK
  6. Ausführliche Beschreibung des Berufes
    1. Tätigkeitsfelder und Aufgaben
    2. Karriere-Chancen
    3. Gehalt

Der Beruf des Controllers

Anders als ein Finanz- oder Bilanzbuchhalter, ist der Controller für den Bereich des internen Rechnungswesens eines Unternehmens verantwortlich. Er ist damit das Gegenstück zu einem Bilanzbuchhalter, der für die Rechenschaft bzw. Performance des Unternehmens nach außen verantwortlich ist. Der Controller steuert und kontrolliert hingegen alle unternehmensinternen Prozesse und Kennzahlen und ist damit ebenso ein wichtiger Ansprechpartner und Berater für die Unternehmensführung.

Weitere Informationen zum Beruf, sowie den Weiterbildungsmöglichkeiten sollen im Folgenden vermittelt werden.

Was macht diesen Beruf so interessant?

Aufgrund seiner Qualifikation bzw. seiner Fachkenntnisse zählt der Beruf des Controllers zu einem der aussichtsreichsten Jobs sowie einer klaren Alternative zur Ausbildung als Steuerberater.
Er ist ein Fachmann auf dem Gebiet des internen Rechnungswesen und kennt alle internen Prozesse des Unternehmens wie kein anderer. Das macht ihn zu einem festen und unerlässlichen Ansprechpartner im Unternehmen. Der Arbeitsalltag eines Controllers ist zudem sehr anspruchsvoll und abwechslungsreich, da das interne Rechnungswesen sehr komplex ist und sehr viele Bereiche umfasst.

Welche Anbieter gibt es?

Die Auswahl an staatlichen Universitäten und privaten Hochschulen mit dem Studiengang Controlling ist relativ groß. Einige davon seien an dieser Stelle beispielhaft genannt:

  • SRH Hochschule Calw
  • Hochschule Ludwigshafen am Rhein
  • Hochschule Osnabrück
  • Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
  • Hochschule Rhein-Main
  • Berufsakademie Leipzig
  • Uni Wuppertal
  • Fachhochschule für Wirtschaft Hannover

Für ein Fernstudium kommen zudem die folgenden Anbieter in Frage:

  • Steuerfachschule Dr. Endriss
  • Institut für Lernsysteme
  • Haufe Akademie
  • Hamburger Akademie für Fernstudien

Voraussetzungen

Voraussetzung für das Absolvieren eines Controlling Studiums ist grundsätzlich die Allgemeine Hochschulreife, eine fachgebundene Hochschulreife oder in Einzelfällen die Fachhochschulreife. Für ein Masterstudium im Fach Controlling ist der erfolgreiche Abschluss eines entsprechenden Bachelor Studiums erforderlich.

Ablauf der Ausbildung/Weiterbildung

Inhalt

Die einzelnen Studieninhalte können je nach Hochschule leicht variieren. Im Einzelnen werden bei einem Controlling Studium die folgenden Lerninhalte vermittelt:

  • Kostenrechnung und Kostenmanagement
  • Unternehmensplanung und Budgetierung
  • Berichtswesen und Informationsmanagement
  • Strategisches Management
  • Kosten- und Leistungsrechnung
  • Controlling-Instrumente
  • Kennzahlensteuerung
  • Beteiligungscontrolling
  • Bereichscontrolling
  • Jahresabschlussanalyse
  • Internationale Rechnungslegung

Dauer und Kosten

Im Ergebnis kann das Controlling Studium als Vollzeit- Fern- oder Duales Studium ausgestaltet werden. Je nachdem für welche Variante man sich entscheidet, wird die Studiendauer unterschiedlich ausfallen.

Ein Vollzeit Bachelorstudium im Fach Controlling dauert in der Regel sechs Semester. Im Anschluss daran kann ein Masterstudiengang absolviert werden. Dieser wird üblicherweise weitere vier Semester in Anspruch nehmen.
Eine weitere Möglichkeit ist ein allgemeines BWL Studium mit dem Schwerpunkt Controlling. Auch im Bereich der Bachelorstudiengänge kann man somit entweder ein allgemeinen Bachelorstudiengang mit dem Schwerpunkt Controlling wählen, oder aber einen speziellen Controlling Studiengang absolvieren.

Das Fernstudium als auch das duale Studium werden aus zeitlichen Hinsicht im Ergebnis in etwa gleich sein.
Je nachdem für welche Studienvariante man sich entscheidet, werden die Kosten unterschiedliche ausfallen. Einige der staatlichen Universitäten erheben weiterhin Studiengebühren, während die privaten Hochschule ebenfalls sehr hohe Lehrgangsgebühren verlangen. Diese können, je nach Hochschule bis zu EUR 700 im Monat betragen.

Abschluss

Je nachdem, ob man ein Bachelor- oder Masterstudiengang wählt, wird man am Ende des Studiums einen der folgenden Abschlüsse haben:

  • Bachelor of Arts (B.A)
  • Master of Arts (M.A.)
  • Master of Science (M.Sc.)
  • Master of Business Administration (MBA)

Weiterbildungsmöglichkeiten der IHK

Wer bereits im Berufsleben steht, bzw. eine weitere Qualifikation anstrebt, kann sich zum „Geprüften Controller IHK“ weiterbilden. Die entsprechende Prüfung wird vor der jeweiligen Industrie- und Handelskammer abgelegt. Voraussetzung für die Zulassung ist eine abgeschlossene Berufsausbildung im kaufmännischen Bereich, sowie eine sechsjährige einschlägige Berufserfahrung. Die Vorbereitung auf die Prüfung kann sowohl bei einem privaten Anbieter aber auch dem internen Weiterbildungszentrum der IHK vorgenommen werden.

Ausführliche Beschreibung des Berufes

Tätigkeitsfelder und Aufgaben

Der Schwerpunkt der Tätigkeit eines Controllers liegt in der Planung, Steuerung und Kontrolle von internen Unternehmensprozesse. Er ist ein wichtiger Berater für die Unternehmensträger, da der Controller einen umfassenden Einblick in alle unternehmensinternen Leistungsprozesse hat, diese steuert und überwacht. Er ist damit auch für die Berichterstattung verantwortlich, da er unter anderem für das Informationsmanagement verantwortlich ist.
Weiterhin fungiert dieser als eine Schnittstelle zu anderen Fachbereichen eines Unternehmens, so z.B. zum externen Rechnungswesen.
Das Aufgabengebiet eines Controllers kann im Einzelnen die folgenden Tätigkeiten umfassen:

  • Beratung der Unternehmensleitung
  • Erarbeitung und Pflege des internen Informationsmanagements
  • Koordination und Prüfung aller internen Geschäftsprozesse
  • Überprüfung von Steuerungs- und Prozessgrößen
  • Erarbeitung von Unternehmenskennzahlen, sowie deren Auswertung
  • Analyse und Prognose des Geschäftsverlaufs
  • Festlegung und Überprüfung von Plankennzahlen
  • Sol-Ist-Vergleiche
  • Risikomanagement
  • Budgetierung

Karriere-Chancen

Der Beruf eines Controllers zählt zu einem der sichersten und aussichtsreichsten Jobs, da dessen Fachkenntnisse immer noch und auch in Zukunft immer gefragt bleiben. Die Nachfrage nach gut ausgebildeten Controllern ist zudem in den letzten Jahren deutlich angestiegen.
Der Beruf des Controllers kann unterschiedliche Funktionen und/oder Bezeichnungen haben. Einige Controllingbereiche sind beispielsweise das Organisationscontrolling, Einkaufscontrolling, Vertriebscontrolling oder auch Personalcontrolling. Je nach Qualifikation und persönliche Vorlieben kann man sich für einen der Bereiche spezialisieren. Mit zunehmender Berufserfahrung wächst auch der Verantwortungsbereich, sodass im Verlauf der beruflichen Laufbahn sehr gute Aufstiegschancen bis hin zu einer leitenden Position (z.B. Leiter Controlling) bestehen. Insbesondere in größeren Unternehmen haben Controller sehr gute berufliche Perspektiven, da sowohl die Tätigkeitsbereiche als auch die Vergütung sehr vielversprechend sind.
Auch als Quereinsteiger wird man im mit einer Umschulung zum Controller sicherlich sehr gute Einstiegschancen haben.
Wer eine weiter Qualifikation anstrebt, kann beispielsweise unter bestimmten Voraussetzung nach einigen Jahren die Prüfung zum Steuerberater absolvieren.

Gehalt

Das Gehalt eines Controllers variiert je nach Branche, Größe des Unternehmens, aber auch Alter, Berufserfahrung, vorherige Qualifikation oder auch dem jeweiligen Funktionsbereich, in dem man tätig wird.

Das durchschnittliche Gehalt eines Berufseinsteigers bewegt sich zwischen EUR 36.000 und 45.000. Mit zunehmender Berufserfahrung kann dieses bis zu EUR 80.000 betragen. Möglich sind auch Gehälter im sechsstelligen Bereich, wobei dies zum größten Teil leitende Positionen in großen Unternehmen und Konzernen sind. Neben einem fixen Grundgehalt zahlen viele große Unternehmen zudem variable Bezüge in Form von Boni und Prämien. Im Ergebnis können die Gehälter bei solchen Unternehmen über EUR 100.000 betragen.

Betrachtet man die Einstiegsgehälter einiger weniger Branchen, so werden die höchsten Gehälter in der Konsumgüterbranche, dicht gefolgt von der Chemieindustrie, erzielt. Im Finanz und Rechnungswesen können, mit zunehmender Berufserfahrung, ebenfalls Gehälter im sechsstelligen Bereich erzielt werden.

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